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Gründe - Aus dem Urteil des Bezirksgerichts Dresden 1984 gegen Rolf Schälike

Zeuge Krüger

Der Zeuge Krüger lernte den Angeklagten Ende 1982 bzw. Anfang 1983 bei einem Bergfilmabend in Thüringen kennen. Beide hatten gemeinsame Interessen für Alpinistik und es sollte eine Pamir-Tour für den Sommer 1983 vorbereitet werden. Beide trafen sich vor und nach der Tour einige Male. Während der Expedition berichtete der Angeklagte über seine Entwicklung.

Der Zeuge stellte dabei fest. daß der Angeklagte jede Gelegenheit wahrnahm, um über politische Dinge zu sprechen. Der Angeklagte äußerte dabei, daß er das Ziel verfolgt, den Sozialismus in der DDR und in anderen sozialistischen Ländern zu reformieren und zu verbessern, da er nicht den Lehren der Klassiker entspricht. Bei dieser Tour bekundete der Zeuge sein Interesse für Literatur, die man in der DDR nicht zu kaufen bekommt. Als sich die Teilnehmer der Tour im Herbst 1983 in Lübbenau trafen, übergab der Angeklagte dem Zeugen vier Bücher in einem Netz verpackt, worunter sich die Schrift “Ein Traum, der nicht entführbar ist. Mein Weg zwischen Ost und West” befand. Bei der Rückgabe der Bücher an den Angeklagten vergaß der Zeuge dieses Buch, so daß es bei ihm sichergestellt werden konnte.

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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 05.11.03.
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